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2021-09-23

Interview mit Sebastian Turner, Gründer der Falling Walls Foundation

Sie haben 2009 die Falling Walls Conference initiiert. Was war Ihre Motivation dabei?

2009 jährte sich der Mauerfall zum 20. Mal und es wurden zahllose retrospektive Veranstaltungen angekündigt. Ich habe den Berliner Wissenschaftssenator damals ehrenamtlich unterstützt und vorgeschlagen, die eine Veranstaltung zu machen, die nach vorne schaut mit dem Namen „Falling Walls“ und der Leitfrage „Which are the next walls to fall?“ Danach stellte sich heraus, dass sie mit ihren drei „i“ weltweit solitär ist - international und interdisziplinär und intersektoral. Zudem verbindet sie Berliner Identität und den friedlichen Mauerfall mit globalen Zukunftsfragen. Die Resonanz darauf war so positiv, dass wir aus dem einmalig geplanten Ereignis ein jährliches Forum entwickelt haben, das heute zu den relevantesten Wissenschaftstreffen weltweit zählt. 

Welche Rolle spielen Food-Themen bei der Falling Walls Conference und der Berlin Science Week? Ist deren Bedeutung über die Jahre gestiegen?

Seit dem ersten Jahr streben wir nach einer breiten thematischen Streuung der Antworten auf die großen Fragen der Menschheit. Die Ernährung gehört da zwangsläufig dazu - von Landwirtschaft über die Gesundheit bis zur CO2-Vermeidung. 

Wie bewerten Sie die Bedeutung von Bioökonomie für die Wissenschaft? Was denken Sie, wie sehr wird dieses Thema die Wissenschaft und auch unser Leben in den nächsten Jahren beeinflussen?

Ich bin bei der Veranstaltung nur eine Art Hausmeister, der über die Leistung der Wissenschaft staunt. Was die Voraussage von Forschungsergebnissen angeht suche ich deswegen selbst Rat.